
Der Grazer Krauthäuptel
Der „Salat–Aristokrat“
ist wieder auf dem Markt. Er ist ein echter Ursteirer – der Grazer
Krauthäuptel. Beliebt ist er beim Konsumenten vor allem durch seinen zart -
knackigen, leicht süßlichen, bitterfreien Geschmack. Aber auch am Sektor der
Vitamine ist der Grazer Krauthäuptel eine Wucht.
Ein echter „Ursteirer“
Zum ersten
Mal ist der Grazer Krauthäuptel um die Jahrhundertwende in der damaligen
Untersteiermark als Laibacher Eissalat wegen seines großen, festen Kopfes, seiner
krausigen Blätter und seines bitterfreien Geschmacks aufgefallen. Grazer
Gärtner brachten ihn noch während des ersten Weltkrieges in die
Landeshauptstadt und züchteten den zart-knackigen, leicht süßlichen Grazer
Krauthäuptel.
Das meiste
Vitamin C in den Außenblättern
Die äußeren
Blätter vom Grazer Krauthäuptel sind großlappig, blasig gewellt und
feingezackt. Die innenliegenden „Herzblätter“ sind zarter und heller, weil sie
weniger Licht erhalten als die äußeren Blätter.
Neben
Eiweiß, Spurenelementen und Mineralstoffen wie Calcium, Kalium, Phosphor und
Eisen enthält der Salat auch Vitamine. Hiervon sind zu nennen das Provitamin A,
Vitamin B1, B2, B6, vor allem aber Vitamin C. Für die Verwertung der Vitamin C
- Gehalte ist beim Salat interessant, dass die Verteilung des Vitamins von
außen nach innen abnimmt. Die so geschätzten „Herzblätter“ sind also
„Vitamin-C-loser“ als die grünen Außenblätter. (Außenblätter enthalten ca.
50-60% des gesamten Vitamin C-Gehaltes, die äußeren Kopfblätter 20-30%, die
inneren Kopfblätter 10-20% und die Herzblätter nur noch 5%). Der Grazer
Krauthäuptel zählt zu den leicht verdaulichen Gemüsen, ist äußerst bekömmlich
und wird gerne für Diät- und Krankenkost eingesetzt.
Die Vitamin
- Info über den Grazer Krauthäuptel
Das Provitamin
A, eine Vorform von Vitamin A, das Betakarotin, zählt zu den häufig
vorkommenden Pflanzenfarbstoffen. Dieses Vitamin ist sehr temperatur-, licht-
und luftempfindlich und neigt zur Oxidation.
Die im
Grazer Krauthäuptel enthaltenen Vitamine der B - Gruppe haben jeweils spezielle
Aufgaben im menschlichen Organismus zu erfüllen. So bewirkt Vitamin B1
(Thiamin, Aneurin) den Kohlehydrat - Stoffwechsel und in weiterer Folge wirkt
es auf Herz, Nerven, Gehirn, Muskeln, Verdauungssystem sowie auf das Gemüt.
Vitamin B2
(Riboflavin, Lactoflavin) wird für die Zellatmung benötigt und ist für die
Haut, Augen, Blutbildung und das Wachstum von Bedeutung. Im Eiweißstoffwechsel
und bei der Bildung des Blutfarbstoffes Hämoglobin wird Vitamin B6 (Pyridoxin)
benötigt.
Vitamin C
ist wohl das bekannteste und wirkt sich günstig auf die körpereigene Abwehr,
die Schilddrüse und das Gemüt aus. Es dient ebenfalls zur Entgiftung von
Schadstoffen und wird im Cholesterin- und Eiweißstoffwechsel benötigt. Auch
dieses Vitamin ist empfindlich gegenüber Wärme, Licht und Sauerstoff.
Wie sich
der echte Grazer Krauthäuptel unterscheidet
Seine
äußeren Blätter haben ein schmales, dunkelrotes bis violett gefärbtes Randerl,
sein ausgeprägter Salatkopf schillert ebenfalls meist leicht dunkelrot bis
violett. Die Blätter mit den feingezackten Rändern sind stark blasig gewölbt
und bleiben deshalb lange fest und zartknackig. Und: Sein leicht süßlicher,
bitterfreier Geschmack überzeugt. Um auf Nummer sicher zu gehen: In den
Geschäften trägt er die Marke „STEIRERLAND – Gemüse in Erde gewachsen“
Wie der
Grazer Krauthäuptel produziert wird
Die
steirischen Gemüsebauern ziehen ihn nach den Richtlinien der Integrierten
Produktion (IP) und EUREPGAP vorwiegend im Grazer Raum und in der
Thermenregion. Integriert produzieren heißt, kontrolliert produzieren. Die
Bauern düngen nur nach Nährstoffbedarf – dieser wird durch ständige
Bodenuntersuchungen bemessen.
Pflanzenschutz
ist beim Grazer Krauthäuptel wegen seiner Robustheit – diese bodenständige
Sorte hat sich im Laufe der Zeit gut an unser Klima und auch an die Krankheiten
und Schädlinge angepasst und läßt sich von Natur aus nicht unterkriegen – kaum
notwendig. Damit der Boden gesund bleibt, hat die Fruchtfolge mit anderen
Gemüsearten absolute Priorität. Weiters führen die Bauern über alle
Pflegemaßnahmen exakte Aufzeichnungen, die von der Agrarmarkt Austria
kontrolliert werden.
Wie der
Grazer Krauthäuptel vermarktet wird
Unter der
Marke „STEIRERLAND“ wird ausschließlich Grazer Krauthäuptel der Güteklasse I aus
der Steiermark vermarktet. Das Steirerland - Zeichen ist Garant für Frische,
Geschmack und Natürlichkeit. Ca. 2.000.000 Stück werden von den
Mitgliedsbetrieben der Erzeugerorganisation „Steirisches Gemüse“ in der Saison
produziert und vorwiegend in der Steiermark vermarktet. Aufgrund der Produktion
vor Ort, kurzer Transportwege und perfekter Logistik ist es möglich, dass die
Vitaminverluste so gering als möglich gehalten werden können. Spielt doch die
Frische beim Gesundheitswert des Gemüses eine wesentliche Rolle. So wurden am
Landwirtschaftlichen Versuchszentrum Steiermark, Außenstelle Wies
Vitamin-C-Analysen von frischem Grazer Krauthäuptel und foliertem Eishäuptel
(Eissalat) durchgeführt. Der folierte Eissalat wies nur rund 10% des Vitamin -
C-Gehaltes im mg pro kg im Vergleich zum frischen Grazer Krauthäuptel auf.
Tipps für die Zubereitung
-
Beim Salatwaschen sollte zuviel fließendes
Wasser vermieden werden, damit Vitamine und Mineralstoffe nicht ausgespült
werden.
-
Nicht zu lange wässern, damit der Salat frisch
und knackig bleibt.
-
Große Salatblätter erst nach dem Waschen in
mundgerechte Stücke zerkleinern.
- Wichtig für die Zubereitung aller Salate ist, dass man
nach dem Waschen möglichst alles Wasser aus den Blättern schüttelt, damit der
Salat nicht zusammenfällt und die Sauce und das Dressing nicht verwässert
werden.
- Je nach Geschmack kann man den Salat mit frischen
Kräutern kombinieren: Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Basilikum, Kerbel,
Dille u.v.a.!
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